Erfolgsgeschichten.

Rocket Science. SOLIDWORKS und SolidLine ebnen den Weg zum Mond.

PTScientists baut eine Mondlandefähre, die in der zweiten Jahreshälfte 2019 die Landestelle von Apollo 17 besuchen soll. Das Berliner Unternehmen setzt seinen kühnen Plan unter anderem mit Unterstützung der Bechtle CAD-Spezialisten von SolidLine um.

Die Idee für die PTScientists entstand 2008, als sich Firmengründer Robert Böhme mit befreundeten Ingenieuren und Enthusiasten zusammenschloss, um am Google Lunar XPRIZE teilzunehmen. Ziel des Wettbewerbs: eine Sonde auf den Mond bringen und dort mit einem Rover mindestens 500 Meter zurücklegen. Ein Jahr später registrierte sich die junge Firma offiziell für den Lunar XPRIZE und präsentierte kurz darauf den ersten Prototypen eines Rovers. Auch im Anschluss ging es raketenartig weiter. Seit Februar 2011 kooperiert das Unternehmen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Ergebnis der gemeinsamen Entwicklungsarbeit ist der Asimov R3c: Der Rover der dritten Generation bestand eine Reihe strenger Tests und konnte die mit 750.000 Dollar dotierten „Milestone Challenges“ in den Kategorien Kamera und Rover gewinnen.

Ein Jahr später folgte eine strategische Partnerschaft mit Audi, die neben finanzieller Unterstützung auch viel Erfahrung im Fahrzeug- und Leichtbau sowie im Metall-3D-Druck einbrachte. Das überarbeitete Design des Rovers reduzierte das Gewicht von 45 auf 35 Kilogramm. Bei einem geschätzten Preis von 500.000 Dollar für den Transport eines Kilogramms Masse in den Orbit ein gewichtiger Vorteil. „Unser Ziel ist es, Nutzlast zu einem Bruchteil des bisherigen Preises auf den Mond zu bringen“, sagt Jürgen Brandner, CTO und Konstruktionsleiter von PTScientists.

SolidLine und SOLIDWORKS sind elementar.

Zu diesem Zweck baut PTScientists das Modul Alina (Autonomous Landing and Navigation), das bis zu 100 Kilogramm vom Erdorbit auf den Mond transportieren soll. Jürgen Brandner setzte als Konstrukteur in der Medizintechnik bereits SOLIDWORKS ein. „Ich arbeite seit 1999 mit SOLIDWORKS und bin begeistert, wie einfach das Arbeiten damit ist“, so Brandner. „Es ist möglich, einen Monteur in 40 Minuten so weit zu bekommen, dass er in SOLIDWORKS ein Gestell aus Normprofilen aufbauen kann. Das habe ich in keinem anderen System jemals gesehen.“ Zudem sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis unerreicht. „SOLIDWORKS und SolidLine unterstützen uns in der Konstruktionsarbeit so optimal, dass wir nie über eine Alternative nachgedacht haben“, sagt Jürgen Brandner.

Inzwischen arbeiten die PTScientists an mehreren Arbeitsplätzen mit SOLIDWORKS – inklusive einer Premiumlizenz für Simulationen. Jürgen Brandner lässt überprüfen, ob SOLIDWORKS Simulation die speziellen Anforderungen der Mission unterstützen kann: „Bisher nutzt die Raumfahrt spezifische Simulationssysteme. Wir wären die erste Firma, die SOLIDWORKS Simulation in dieser Branche einsetzt.“ Zunächst wird untersucht, ob die Software mit den besonderen physikalischen Voraussetzungen und Bedingungen des Weltraums und der Mondoberfläche zurechtkommt.

Produktdatenmanagement (PDM) mit SOLIDWORKS.

PTScientists kooperiert nicht nur mit Audi, sondern inzwischen auch mit Vodafone, Omega und Red Bull als offiziellem Medienpartner. Bei vielem greift das Unternehmen aber auch auf SOLIDWORKS zurück. So nutzen Jürgen Brandner und seine Kollegen beispielsweise die Datenverwaltungslösung SOLIDWORKS PDM Professional. „Das hat sich rasch bewährt“, erinnert sich Jürgen Brandner, „und zwar so gut, dass wir inzwischen auch alle anderen Dokumente in SOLIDWORKS PDM verwalten. SOLIDWORKS PDM sorgt dafür, dass Revisionen sauber nachvollziehbar sind und immer klar ist, welche Version aktuell ist. Besonders gut gefällt mir auch, dass wir dieses Tool weit über die Entwicklung hinaus nutzen können. SOLIDWORKS PDM sieht für den Einkäufer einfach wie ein weiteres Laufwerk aus, in dem er die PDF-Daten findet, die er für sein Angebot benötigt.“

„SolidLine implementierte das System und gab mir und meinem Kollegen aus der IT eine angenehm kompakte Schulung in der Anwendung und Administration von SOLIDWORKS PDM. Die Zusammenarbeit lief von Anfang an reibungslos und effizient“, erinnert sich Jürgen Brandner. Bis zum Start der Mission will PTScientists weiter wachsen. „Wir bauen einen Konstruktionsraum mit vier Arbeitsplätzen auf. Dazu wird uns SolidLine sicher wieder wertvolle Tipps geben. Mit SOLIDWORKS haben wir ein Lösungsportfolio gefunden und implementiert, das so einfach wie irgend möglich zu bedienen ist. So können wir bei PTScientists unsere im wahrsten Sinn des Wortes hochfliegenden Pläne möglichst effizient in die Realität umsetzen“, fasst Jürgen Brandner die Mission zusammen.

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